Nach angeblich 35 Minuten ist man von Tarifa aus mit der Fähre mal schnell über die Meerenge von Gibraltar geschippert.
Theoretisch! Dazu kommen allerdings noch die Einsteigezeiten, unzählige Passkontrollen und Gepäckkontrolle sowie Wartezeit auf dem Schiff nach dem Einsteigen und vor dem Aussteigen.
Alles in allem sind da locker mal 2 Stunden weg für eine Fahrt.

Kaum auf marokkanischem Boden hatte ein geschäftstüchtiger Taxifahrer mich dazu überredet, eine kleine individuelle Sight Seeing Tour zu unternehmen.
Erste Station war die Höhle des Herkules. Das hier in der Gegend Herkules rumgeisterte hatte ich schon aus der Geschichte von Cadiz, die durch in damals gegründet wurde.

Nettes Fleckchen, wo man auch baden kann...der Taxifahrer nahm ein Tee... dann gings weiter.

Die Löcher im Felsen hier ausserhalb der Stadt Tanger wurden von den Phöniziern gemeiselt, worin sie ihre Toten aufbewahrten.

Um die Altstadt steht noch grösstenteils eine Stadtmauer, jedoch macht sie keinen stabilen Eindruck mehr.

Wo es ein Basar gibt trifft man auch viele nette Händler die in mehreren Sprachen ihre Kunden, die Touristen, ansprechen.

Die historische und die moderne Uferpromenade. Auch hier in Nordafrika machen die spanischen Baulöwen nicht halt.
Die Unterschiede arm/reich sind hier besonders krass. Auf der einen Seite bauen alle möglichen Regierungsmitglieder, Prinzen und Multimilliardäre ausserhalb von Tanger ihre Villen und Gärten und in der Stadt hungern viele Bettler in den Strassen.
Nachdem ich an der Promenade zu Mittag gegessen hatte und der Kellner abräumen wollte, kam ein kleiner Junge und fragte nach den Resten auf dem Teller... Sowas hatte ich noch nie erlebt! Fast so wie in der Wildnis... wenn die Löwen fertig sind kommen die Hyänen... komisches Gefühl - mit tat der Junge echt leid!