An die Abzweigung der Carretera zu den Ruinen von Calakmul (1,5 Stunden) kamen wir erst spätnachmittags, sodass wir uns entschlossen, die Nacht irgendwo in der Gegend zu verbringen um am nächsten Tag früh morgens die Pyramiden anzuschauen. Wir fanden eine Familie mitten im Urwald, die einen Campingplatz führte. Hier schlugen wir unser Zelt auf. Die Affen in den Bäumen brüllten zur Begrüssung. Es waren noch andere Camper unter uns und jedesmal wenn neue Leute kamen brüllten die Affen los wie dressierte Wachhunde. Hier lebt die vierköpfige Familie schon seit 20 Jahren im Einklang mit der Natur. Mit Kerzenlicht gings früh in den Schlafsack und am nächsten Morgen gabs reichhaltiges Frühstück bevors zu den Pyramiden ging.

Nach 60km langsamer Fahrt durch den Dschungel kamen wir schliesslich an. Auf diesem Schild am Eingang steht geschrieben welche Wildkatzen hier leben - jedoch gesehen haben wir keine. Lediglich ein paar Affen kletterten in den Bäumen.

Der Ort soll über 200 Stelen (diese Steinpfosten) haben. Auf jedem war ein Abbild eines Herrschers oder einer Gottheit abgebildet. Die meisten Bilder sind aber nicht mehr zu erkennen.

Die Estructura II, das zweithöchste Bauwerk am Platz wirkt am grössten. Die Aussicht ist überwältigend. Man sagt bei klarem Horizont könne man die Maya-Stätte von Tikal in Guatemala erkennen. Calakmul war eine der bedeutendsten Maya-Stätten. Sie hatte mehrere umliegende Stätte unter sich und stand in Feindschaft mit Tikal.

Das Model der Estructura II und die Estructura I, das höchste Bauwerk.