Campeche ist die sauberste, ruhigste, kolonialste Stadt die ich bisher in Mexiko gesehen habe. Ausserdem hat sie eine rege Geschichte die von Handel, Reichtum, Piraterie und Brandschatzungen erzählt. Ein weiterer Pluspunkt ist der kaum vorhandene Tourismus ( etwa vergleichbar mit Queretaro ). Man wird als Tourist also eher in Ruhe gelassen - keiner will einem ständig billigen Ramsch zum Kauf anbieten. Die Hotelpreise sind sehr human.

Ich hatte soviele Bilder von schönen Gebäuden und anderen Motiven gemacht. Leider musste ich mich auf das wesentliche beschränken. Nachts war alles kunstvoll beleuchtet.

Auf diesen Bilden sieht man die Überreste der Stadtmauer, die abgetragen wurde, um aus den daraus gewonnen Steinen eine Strasse rund um die noch komplett erhaltenen Wachtürmen (6 Stk.) zu pflastern. Die Stadtmauer hatte einst die Form eines langgezogenes Sechseck, wovon die langen Seiten (am Meer entlang und gegenüberliegend zur heutigen Stadtmitte hin) heute noch fast unbeschädigt zu bewundern sind.

Auf der noch existierenden Stadtmauer kann man zur Tageszeit spazierengehen.

Am anderen Ende der Strasse geht man durch das Tor zum Meer (puerta del mar).


Im Auto in weniger als 1 Stunde zu erreichen ist Die Mayastadt Edzna. Sie war im Gebiet des heutigen Westen des Bundesstaats Campeche die bedeutendste. Die Stätte wurde um ca. 600 n.C. gegründet und während ihrer besiedelten Zeit bis ca. 900 n.C. lebten hier angeblich Zehntausende von Menschen. Der Name Edzná wurde womöglich aus dem Wort Itzná abgeleitet, was soviel wie "das Haus der Itzáes" bedeudet. Die Ruinen beeindrucken durch die "Akropolis" - mehrere Gebäude um einen erhöhten, grossen Platz angeordnet.