Nach einem Zwischenstopp in Tequila / Jalisco begab ich mich direkt nach San Blas im Bundestaat Nayarit.
Das 8000-Seelendorf hat seit dem Eintreffen der Conquistadoren im Jahr 1530 eine Menge Geschichten zu erzählen.
Immer wieder kehrten Fischer nach Tagesanbruch nicht zurück in den "Muelle de SanBlas" weil Meeresströmungen die Fischer zu weit ins offene Meer getrieben haben.
Nicht alle Fälle endeten so glücklich wie für die 3 Überlebenden einer Odysee durch den Pazifik.
Nach 290 Tagen auf offener See wurden sie völlig entkräftet von einem Krabbenschiff vor der neuseeländischen Küste gefunden.
Sie tranken das Regenwasser und ernährten sich von rohem Fisch. 2 von den ursprünglich 5 Fischern überlebten diese Art der Ernährung nicht.
Ein anderes Mal verschwand ein Fischerboot spurlos und es wurde nie mehr gesehen. Einer der Fischer wollte in wenigen Tagen heiraten.
Seine Braut wartete Tag für Tag am Hafen und wurde immer verrückter (la loca de san blas).
Über sie erzählt das Lied von Maná "Muelle de SanBlas".

Die Spanier gründeten hier den ersten Hafen im Pazifik. Von hier aus trugen Geistliche das Evangelium nach Californien und Händler Waren von und nach den Filippinen.
Der Hafen verlor aber rasch an Bedeutung - andere Häfen wie Acapulco oder Mazatlan wuchsen mehr und mehr.
Der Grund waren u.a. unzählige Hurrikane (zerstörte Kathedrale) und die Piraten, die trotz Festung ein leichtes Spiel hatten.

Der Strand ist ähnlich wie bei Tecoman, Manzanillo bzw. Cuyutlan: Hohe Wellen, heisser beiger Sand und "Enramadas", wo man frische Meeresfrüchte futtern kann.

Das war meine Unterkunft: Posada del Rey

Zwischen Küste und Kordilleren gibt es Sümpfe und Mangrovenwälder die zur Spritztour mit dem Motorboot einladen. Entweder zur Krokodilfarm...

...oder an den Indianerhütten vorbei zu einem Ort namens "Tobara", wo man baden und pickniken kann.