Nachdem ich nun meine Wohnung aufgelöst und meine Sachen entweder verkauft, verschenkt oder entsorgt habe, saß ich einen Tag später auch schon im Flieger. An dieser Stelle nochmals ein dickes Dankeschön an Bruno für den makellosen Flughafentransfer - immer pünktlich, immer genügend Zeit bis zum Abflug (...wird mir Lalli sicher bestätigen können...)
Nelly hatte mich am Flughafen abgeholt. Sie konnte Ihre Arbeit nach Mexico City verlegen um mich dann am Flughafen abholen zu können.
Die Sache ist nur: wäre sie von Queretaro aus an den Flughafen gefahren hätte sie etwa 2,5 Stunden gebraucht für 230 km. Von ihrer Arbeit aus am anderen Ende der Stadt war sie für einen Bruchteil an Kilometern fast die gleiche Zeit unterwegs an den Flughafen. Mexico City ist mit mehr als 25 Millionen Einwohnern die grösste Stadt der Welt und erstickt im Verkehr...das hat man an diesem Tag mal wieder gemerkt. Am nächsten Tag hatte Nelly noch in ihrem Büro zu tun, sodass sie mir eine Stadtrundfahrt organisiert hatte. Erste Station dieser Rundfahrt war der "Plaza de armas" genannt: Zocalo mit der angrenzenden Kathedrahle (Bild links). Die Stadt wurde auf wenig stabilem Erdreich errichtet, sodass manche Gebäude ähnlich erscheinen wie der Turm in Pisa. So auch diese Kathedrahle. Im Innern fällt es extremer auf als von aussen.
Im rechten Bild sieht man die Überreste der aztekischen Hauptpyramide der einstigen Hauptstadt der Azteken Tenochtitlan, welche direkt neben der Kathedrale vorzufinden ist. Hernan Cortez und sein spanisches Gefolge haben nach ihrer Eroberung erstmal alles platt gemacht und mit den Steinen eine neue Stadt errichtet.

Ein Gemälde aus dem Paläontologischen Museum (Bild links) zeigt, wie die Stadt einst ausgesehen haben mag. Die Spanier sprachen bei ihrer Eroberung vom indianischen Venedig. Die Stadt war in einem See errichtet, dessen Zulauf dann abgeleitet wurde und der See trocken gelegt wurde. So ergab sich, dass der Untergrund der Stadt nicht der beste ist und immer wieder Häuser deswegen einstürtzten - mal ganz davon abgesehen, dass Mexico City immer wieder von Erdbeben heimgesucht wird. Letztes Tragisches Beben war 1986 mit mehreren tausend Toten.

In diesem paläontologischen Museum gibt es ausser dem Gemälde auch sehr viele Steine wie z.B der aztekische Kalender, der von den Spaniern deswegen verschont blieb, weil sie dachten, die runde Form des Steines ihnen vielleicht noch gute Dienste leisten könnte.

Was für die New Yorker der Central Park ist, ist für die Haupstädter hierzulande der "Chapultepec Park".

sogar ein Schloss nach europäischem Vorbild findet man dort.
